Familien- und Erziehungsberatung

Kinder, Jugendliche, Eltern und andere Sorgeberechtigte haben einen Rechtsanspruch auf Erziehungsberatung. Sie können sich bei Erziehungsfragen, bei persönlichen oder familienbezogenen Problemen sowie bei Fragen und Konflikten im Zusammenhang mit Trennungen und Scheidungen an uns wenden.

Idealerweise suchen Familienmitglieder gemeinsam Rat, können sich jedoch auch einzeln an uns wenden. Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre können eine Beratungsstelle auch ohne Beisein, Wissen und Zustimmung der Eltern aufsuchen

In Einzel-, Paar-, Familien- oder Gruppengesprächen geben wir Unterstützung und Hilfe. Die Gespräche erfolgen auf freiwilliger Basis, werden vertraulich geführt und unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht. Auf Wunsch beraten wir anonym.

Die Beratung ist kostenfrei, da sie eine Leistung der Jugendhilfe nach dem Sozialgesetzbuch (SGB VIII) ist. Ratsuchende müssen keinen Antrag beim Allgemeinen Sozialen Dienst (Jugendamt) stellen.

Anmeldung und Beratungsprozess

Zur Terminvereinbarung melden Sie sich bitte telefonisch innerhalb der angegebenen Zeiten. Es wird dann mit Ihnen ein individueller Beratungstermin vereinbart.

Die Beratung ist ein Prozess, der unterschiedlich lang dauern kann. Ob Einmalberatung oder mehrere Termine – das richtet sich nach Ihren Bedürfnissen.

Unsere Beratungsschwerpunkte

Erziehung und Entwicklung

  • Erziehungsthemen und lebenspraktische Fragen
  • Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten (z.B. aggressives Verhalten, Ängste)
  • psychosomatische Beschwerden im Kindes- und Jugendalter (z.B. Schlafstörungen, Bauchschmerzen, Einnässen, Essprobleme)

Familiäre Lebenskrisen

  • Krisenintervention und Stabilisierung bei Schockerlebnissen und Überforderungssituationen
  • Verlust- und Trauerbewältigung
  • Angebote für Kinder in besonderen Lebenslagen (z.B. Geburt eines Geschwisterkindes, (psychische)Erkrankungen von Familienangehörigen)

Trennung und Scheidung

  • Elterngespräche zur Umgangsgestaltung, Ausübung der gemeinsamen Sorge, besondere Bedürfnisse der Kinder, außergerichtliche Konfliktlösung
  • Begleitung und Entlastung der Kinder durch neutrale Einzelgespräche
  • Begleiteter Umgang/Begleitete Übergabe/Umgangsanbahnung

Schule

  • Fragen zu Schulproblemen, Leistungsdiagnostik, Intelligenzdiagnostik
  • Bewältigung von Übergängen (Schulwechsel, Schuleintritt)
  • Schulverweigerung, Mobbing
Unsere Methodik

Wir arbeiten nach dem Grundsatz der Allparteilichkeit, sowie der Ressourcen- und Lösungsorientierung.

  • Systemisch-familientherapeutisches Arbeiten in Einzel- und Familiengesprächen
  • Außergerichtliche Vermittlung/Mediation, bei Bedarf co-moderiert
  • Videogestützte Beratung
  • Gruppenarbeit (auf Nachfrage): u.a. Trennung und Scheidungsgruppe, Gruppe für Kinder und Jugendliche mit psychisch kranken Eltern, Trauergruppe für Kinder/Jugendliche, Elternkurs „Das Baby verstehen“

Bei Bedarf vermitteln wir in weiterführende ambulante und stationäre sozialpädagogische, therapeutische und psychotherapeutische Angebote bzw. übernehmen die Nachsorge aus diesen Angeboten.

 

Unser Team

Wir sind ein multiprofessionelles Team aus PsychologInnen und SozialpädagogInnen mit Zusatzqualifikationen in den Bereichen:

  • Familientherapie/Systemische Therapie
  • Erlebnisorientierte Paartherapie für Eltern
  • Systemische Kinder- und Jugendlichentherapie
  • Integrierte Lösungsorientierte Psychologie
  • Mediation und Verfahrensbeistandschaft
  • Traumapädagogik, Arbeit mit Transgenerationalen Traumata
  • Elternbildung (bspw. Ausbildung in PEKiP®, Starke Eltern-Starke Kinder®)

Unsere Teamassistentin steht Ihnen zu den angegebenen Zeiten für eine telefonische oder persönliche Anmeldung, für die Informationsweitergabe an die BeraterInnen, sowie -nach individueller Absprache mit Ihrer jeweiligen Beraterin- auch zu Terminvereinbarungen zur Verfügung.

Wir sind Ansprechpartner für:
  • alle Familien mit Kindern von 0-21 Jahren (Hilfe zur Erziehung § 28 SGB VIII)
  • Kinder und Jugendliche (auch ohne Wissen und Zustimmung der Sorgeberechtigten)
  • Eltern, Großeltern, Pflege- und Adoptiveltern, andere Angehörige
  • Fachkräfte (z.B. Lehrer, Erzieher)
  • Anfragen zum Ablauf bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung § 8a SGB VIII („Insoweit erfahrene Fachkraft“)